Systemisches Handeln – Die Ordnung in familiären Systemen und was sie stört

Inhalte einer Tagung

Was bedeutet „systemisch handeln“? – werde ich oft gefragt. Von erfahrenen Teilnehmer höre ich immer wieder: „ Seit ich systemisch handle, bin ich viel entspannter.

In dieser Tagung werde ich Sie mit den Ordnungen in familiären Systemen bekannt machen. Diese wurden unter anderem durch Prof. Dr. Matthias Varga von Kibed  und Bert Hellinger wieder in unser Bewusstsein gebracht. Danach sind uns die Bedingungen für das Gelingen von Beziehungen vorgegeben: Die Bindung, die Ordnung und der Ausgleich zwischen Geben und Nehmen. Wer zuerst in einem System da war hat Vorrang vor dem, was später kommt. Daher hat der Erstgeborene Vorrang vor dem Zweitgeborenen und die Paarbeziehung hat Vorrang vor dem Elternsein. Das gilt innerhalb eines Familiensystems.

Wenn Kinder hinzutreten, entsteht eine unauslöschliche Bindung zwischen Mann und Frau und die braucht Klarheit. 40 % aller Familien sind „in wilder Ehe“ vereint. Das erzeugt Unsicherheit für ein Kind. Daraus resultieren oft Diagnosen wie ADHS und Schlafstörungen. Diese Erkenntnisse basieren auf Erfahrungswerten der letzten  20 Jahre systemischer Arbeit mit über 8.000 Familien europaweit  wo ich Aufstellungen, Beratungen und Körpertherapie durchgeführt habe.

Die Eltern tragen oft schwer an innerfamiliären verborgenen Dynamiken. Wenn wir in die Geschichte Deutschlands schauen, so zeigt sich, dass alleine im 20. Jahrhundert durch zwei große Kriege Millionen deutscher Väter ihr Leben auf den Schlachtfeldern verloren haben und die, die zurück gekommen sind, seelisch ausgeblutet und damit kaum noch beziehungsfähig waren.

Um die verborgenen Dynamiken in einem Familiensystem sichtbar zu machen, gibt es verschiedene Methoden. In dieser Tagung werde ich Ihnen zwei davon vorstellen.

Die Genogrammarbeit, oder auch Stammbaumarbeit genannt, ist eine Methode, aus Herkunftsdaten heraus zu finden, wo es in meinem System Un-Ordnungen gibt, die sich ungünstig auf mich und meine Familie auswirken.

Das Aufstellen als Methode der systemischen Fallarbeit ist eine Sprache, die wir verlernt haben und wieder lernen können. Diese Sprache erzeugt oder aktiviert Bilder, die über Stellvertreter und deren (Körper-) Reaktionen  im Raum aufgestellt werden. So können Un-Ordnungen in meinem System sichtbar gemacht und in eine gesundere Ordnung gebracht werden. Dies erfolgt in einem geschützten Rahmen in Achtung und Wertungsfreiheit gegenüber allem.

Ich werde diese Methode anhand von Demonstrationen vorstellen. So können Sie die Wirkung live erleben.

Ihr Uwe Reißig